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Samstag, 30. Juni 2012

Meine Schätze

Hier wie versprochen meine Einkäufe bei Wollknoll. Neben verschiedenen gefärbten Merino-Kammzügen und einer Mischung von Merino und Steinschaf (in rosa) habe ich dank Bine dieses geniale Ringsystem von Rico entdeckt. Man kann dort verschiedene farbige Scheiben und Aufsätze drauf schrauben und hat so jedesmal einen anderen Ring. Finde ich ganz schön cool! Zwischendurch dachte ich mal das wäre der vierte Stern für unsere Nationalmannschaft, aber naja...

Heute Nachmittag habe ich meine ganzen selbstgesponnenen Stränge sortiert und beschriftet. Sie kommen als Deko in den ökumenischen Kirchenladen, in dem wir dann am Samstag während der Langen Museumsnacht spinnen werden. Zwischendurch kam Herr WollTraum und sorgte dafür, dass ich bei Kräften bleibe:

Obwohl ich ja eigentlich ihn umhegen müsste, weil er am Anfang der Woche einen blöden, kleinen Stein im Krankenhaus gelassen hat! So selbstlos ist er! Ich werde mich dann heute Abend revanchieren.
Ein schönes Wochenende Euch allen! Und herzlich Willkommen nana-spinnt!

Freitag, 29. Juni 2012

Praktisch

Gerade kam mir ein Auto entgegen. Am Steuer eine Frau mit Kopftuch. Diese Kopftücher sind praktisch, da kann man das Handy zum Telefonieren reinstecken und hat so die Hände frei. Muslimische Freisprecheinrichtung sozusagen. Könnte ich mir mal überlegen - im Winter!

Donnerstag, 28. Juni 2012

Zurück!

Seit zwei Tagen versuche ich mich im Alltag zurecht zu finden, Wiedereingliederung sozusagen. Nach zwei Tagen vor dem Spinnrad fällt mir das ziemlich schwer. Ihr merkt also, es war toll beim Spinnkurs! Einfach unbeschreiblich, in der Parallelwelt, im Spinnuniversum, dem Raum-Zeit-Kontinuum :-) Und wenn man zurück kommt, tun alle so, als wäre kaum Zeit vergangen. Aber ich weiß es besser!
Endlich weiß ich nun, warum mein Spinnrad tut, was es tut und wie ich es dazu bringen kann (theoretisch), zu tun was ich will! Und nachdem ich viele verschiedene andere Spinnräder gesehen habe, bin ich umso glücklicher über meinen Tom. Hier könnt ihr euch nun anschauen, was wir beide fabriziert haben:

Von links nach rechts: Merinogarn dick und dünn gesponnen, Garn in Farbverläufen navajogezwirnt, Kuschelalpaka auf einen Trägerfaden aufgesponnen (Core-spinning), Effektgarn mit verschiedenen Farben und Qualitäten, Cashmere mit Tussahseide, Flammengarn mit Kontrastgarn verzwirnt.

Der Kursraum lag direkt neben dem Lager von Wollknoll und in den Pausen durften wir dort hinein gehen und uns nach Herzenslust bedienen. Dementsprechend sieht auch meine Ausbeute aus. Foto folgt, eine Tüte blieb im Kofferraum von Bine zurück und muss erst wieder zu mir finden!
Am ersten Abend sind Bine und ich dann noch nach Schwäbisch Hall in einen wundervollen Biergarten gefahren, der auf einer Insel in der Kocher liegt.




 
Danach sind wir dann in unseren Gasthof zum Übernachten gefahren und um die müden Knochen auszuruhen.

 Am Dienstag ging es dann weiter. Auch Materialkunde gehört zum Kurs von Gabriele Breuer. Ich bin ganz begeistert wie toll sie den Kurs gehalten hat und wie viel sie weiß und einem ganz behutsam beibringt. Man kommt sich wirklich nie unfähig vor, sonder nur bereichert und glücklich.  Ich werde nie diese ersten zwei Stunden vergessen, als nahezu alle Frauen ihren "Aha-Moment" hatten. Das Spinnrad funktionierte plötzlich so, wie es sollte, oder man hatte plötzlich verstanden wie man irgendetwas richtig halten muss, ohne es fünfmal zu probieren. Dieses Glück in den Gesichtern!
Ja, und wenn man dann nach Hause kommt passiert folgendes:



 Da muss man dann vor Urzeiten gesponnenes "Baumstamm"Alpaka wieder entzwirnen, in Stücke reißen und kardieren, weil man nun eine Ahnung davon bekommen hat, wie es auch aussehen könnte!
Und wenn einen der Mann dann fragt, ob es nicht viellicht einfacher wäre, neues Rohalpaka zu kaufen, schweigt man. Aber ich weiß jetzt auch, wie Handkardieren geht! :-)
Grüße einer Wahnsinnigen an Euch alle da draußen!

Samstag, 23. Juni 2012

Wir gehen spinnen!

Erinnert Ihr euch noch? Vor langer Zeit waren Bine und ich mal zu einem Fotoshooting.

Posen
Verpflegung nach der Model-Arbeit
Jetzt kann ich den Grund präsentieren:
Wir werden nämlich während der Museumsnacht in Aschaffenburg öffentlich spinnen!
Die drei angekündigten Spinnerinnen haben sich inzwischen auf zwei, nämlich uns zwei reduziert. Den genauen Text zur Veranstaltung findet ihr hier. Am Montag fahren wir nun mit unseren Spinnrädern für einen zweitägigen Kurs zu Wollknoll nach Oberroth, damit wir am 7. Juli dann auch wirklich fit sind. Und wir freuen uns ja sooo sehr! Eben habe ich noch zwei angefangene Spulen geleert, damit mein Tom optimal einsatzbereit ist.

 Einen relativ gleichmäßigen Faden bekomme ich ja hin und auch verzwirnen kann ich. Aber ich bin sicher, da gibt es noch unglaublich viel  zu lernen und zu wissen und auszuprobieren! Und bei Wollknoll kann man auch einkaufen :-) Paradiesische Tage warten auf uns! Dienstag Abend kommen wir wieder und erzählen, wie es war!
Bis dahin, Eure Susanne!

Mittwoch, 20. Juni 2012

Sommer

 
  • schmeckt nach allen möglichen Beeren, Tomate mit Mozzarella, Weißbier, Olivenöl, Stockbrot
  • riecht nach Sonnenmilch, oder nach einem frühen Morgen vor einem heißen Tag, nach Meer, nach heißem Asphalt
  • fühlt sich an wie eine laue Brise, die an den nackten Beinen entlangstreicht, oder wie der Wind an der Nordsee, wie Sonne auf der Haut, wie die heißen Steine neben dem Schwimmbecken, auf die man sich ausgekühlt vom kalten Wasser legt
  • hört sich an wie mit dem Auto, beide Seitenscheiben ganz nach unten gekurbelt, mit lauter, ganz lauter, sehr lauter cooler Musik durch die Stadt zu brausen, wie Zikaden versteckt im Gras, wie der Wind, der durch das Schilf auf den Dünen streicht
  • ist schön, weil man ohne Jacke aus dem Haus gehen kann, es hell ist und man Antrieb hat, man Türen und Fenster offen stehen lassen kann, man morgens besser aus dem Bett kommt, man sich leicht und unbeschwert fühlt, man barfuß laufen kann
  • ist nicht so schön, weil es oft viel zu heiß ist, man schwitzen muss, pralle Sonne mich krank macht, es Obstfliegen, Stechmücken, Wespen ... gibt, überall Menschen sind, ich mich schlecht fühle, wenn ich trotzdem drinnen bleibe
  • bedeutet, das halbe Jahr ist schon wieder vorbei, verwaschene Farben, Helligkeit, alles von oben
  • erinnert mich an die vogelfreien Sommer meiner Kindheit, in denen ich fast jeden Nachmittag den ganzen Sommer lang im Freibad, das direkt neben unserem Haus lag verbracht habe und nach kürzester Zeit dunkelbraun gebrannt war, oder mit dem Fahrrad freihändig lange Feldwege entlang gefahren bin, auf alten Bahndämmen Feuer gemacht habe, in Hohlwegen Lager gebaut - ich muss meine Mutter mal fragen, wie das war, sie hat eigentlich nie wissen könne, wo ich bin - draußen halt :-)

Sommer - ist eine Idee von Patricia von Zartbitter, dankeschön dafür! Und wenn man erst einmal weiß, was getaggt bedeutet :-)
 
Und dann  begrüße ich alle neuen Leserinnen, unglaublich, so viele: ganela1, Ann, Berni, Natalie, Zartbitter und Melanie! Willkommen bei mir!
Heute Abend werde ich übrigens verwirrt durch die Wohnung irren - es gibt kein Fußballspiel!!

Sonntag, 17. Juni 2012

Glück

Manche Tage sind so schön, dass ich es zwischendrin kaum fassen kann! Da muss ich schnell in eine Ecke gehen, wo mich niemand sieht und ein bisschen hüpfen vor Freude. Heute bin ich viel gehüpft! Den ganzen Vormittag kamen nette Frauen, um bestellte Wolle abzuholen, um beim Stricktreff mitzustricken, um den Laden anzuschauen, weil sie von unserem "Tag der Handarbeit" gelesen hatten. Und dann der Knaller! Noch zwei nette, fremde Frauen, die sich als Frau Knitcat und Frau Wollgefühl entpuppten. Spontan sind sie heute Morgen den weiten Weg zu uns gekommen, wie klasse! Und natürlich hatten sie was zum Stricken dabei und natürlich haben wir gestrickt und geratscht (sagt man hier so - im Norden heißt das geklönt). Wir konnten neue Zitron Sockenwolle angestrickt bestaunen und dafür ein bisschen Holst Garn zeigen. Und haben festgestellt, dass der Wollwahnsinn überall die gleichen Symptome und Auswirkungen hat. Was mich dann fast noch ein bisschen glücklicher macht! Und wie beendet man nun so einen außerordentlich glücklichen Tag? Genau, man strickt die Holst Wolle an ;-)

Von links nach rechts: knitbee, schimmerschuppe, knitcat, Lissy und ich


Mittwoch, 13. Juni 2012

Schon wieder keine Blumen!

Damit ich zu meinem Fernseher passe! Und natürlich ein Geschenk von Herrn WollTraum!

Wer sich jetzt wegen der Überschrift wundert, schaut bitte hier!
Ja und dann habe ich heute das hier ausgepackt


Daraus stricke ich mir einen Wasserwirbel! Hüpf!
und seitdem murmele ich dauernd halblaut vor mich hin: "Nein, erst die Babysachen fertig stricken! Nein, jetzt noch nicht! Doch, Du kannst noch warten! Schau jetzt nicht schon wieder hin! Ganz ruhig! Nein, nicht mal die Maschenprobe!" Kreisch! Kann bitte jemand die Stimmen in meinem Kopf abstellen!
"Ach komm schon, nur ein bisschen! Nur mal anschlagen! Mal schauen, wie es aussieht! So schön blau! Und so leicht! Bis Ende Juli ist ja noch genug Zeit für die anderen Sachen! Hallo, schau doch mal! Nimm mich doch mal in die Hand, trag mich doch mal ein bisschen rum!"

Zum Glück darf ich gleich zum Yoga gehen und nachher spielt dann Deutschland, da kann ich nicht stricken!
Aber morgen früh, da hab ich zwei Stunden Laden! Oh je, oh je!

Also dann - auf den Sieg heute Abend!!

Sonntag, 10. Juni 2012

Sonntagsfreuden


Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken ... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind - mehr davon gibt's hier

Freitag, 8. Juni 2012

Ich bin bereit!


Wünsche Euch allen eine schöne EM, oder auch so wundervolle Tage ohne Fußball!

Sonntag, 3. Juni 2012

Sonntagsfreuden



Endlich mal wieder nähen! Meine Sonntagsfreude.
Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken ... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind - mehr davon gibt's hier

Berlin Teil 2

Als Nachtrag zum ersten Tag - wir haben so eine Rundfahrt mit einem Doppeldeckerbus gemacht. Das kann ich nur empfehlen. Man wird einmal kreuz und quer durch die Innenstadt gefahren, an den wichtigen Gebäuden vorbei, und mit kurzweiligen Informationen versorgt. Das ist für Menschen wie mich, die bei zuviel Information ins Koma fallen genau das Richtige.
Am Dienstag habe ich mir den U-Bahn- und den Stadtplan geschnappt und habe mich auf den Weg ins bouclé+café gemacht; ein Wollgeschäft, in dem es auch leckeren Cappuccino gibt. Ich bin eine ganze Weile dort geblieben, habe mich mit der netten Inhaberin Frau Reimann unterhalten, Kaffee getrunken und gestrickt.
Ja klar, Wolle habe ich natürlich auch gekauft!


Zwei Knäuel Rialto Lace von Debbie Bliss und zwei Stränge Noro Yuzen. Bis jetzt habe ich noch keine Ahnung, was ich damit machen werde, aber ich finde die beiden harmonieren farblich sehr gut!