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Donnerstag, 11. August 2011

Dankbarkeit #2: Familie

Heute war so ein Dankbarkeits-Tag! Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich öfter über das Thema nachdenke. Ich war dankbar, dass sich das vergessenen Papiertaschentuch in der Waschmaschine nicht großzügig auf alle Kleidungsstücke verteilt hat, ich war dankbar, dass der Zahnarztbesuch harmlos ausfiel, ich war dankbar, dass ich noch einen großen Schwung Wolle bestellen konnte. Aber die Hauptdankbarkeit habe ich heute für meine Familie empfunden. Dabei bin ich sonst  nicht so der Typ dafür, wahrscheinlich würde ich im Fernsehen erst einmal tausend andere Leute grüßen, bevor ich an meine Familie denken würde. Oder nein, ich hoffe ich würde überhaupt niemanden grüßen, eigentlich finde ich das nämlich immer doof! Aber zurück zum Thema, in den letzten Tagen ist mir jedes Mitglied meiner Kernfamilie besonders aufgefallen. Meine Tochter wurde vor genau einer Woche 18 Jahre alt. 


Wir zwei haben deswegen ein kleines Gefühlschaos durchlebt, jeder auf seine Weise und das hat uns am Schluss einander noch näher gebracht. Mit meinem Teenie-Sohn habe ich gestern am frühen Morgen stundenlange Gespräche über das Leben an sich, seine Zukunft und ähnlich wichtige Themen geführt. Wir sind dann um halb fünf ins Bett gegangen, aber das war es wert. Überhaupt bin ich sehr dankbar, dass ich bei meinen Kinder "dabei sein" darf, dass sie mich mitmachen lassen. Bei mir war das früher leider anders, aber (Zitat:) "Ich bin ja auch eine coole Mama!" Und als ich dann heute um 11 Uhr etwas verknittert aufgestanden bin, erwarteten mich frische Brötchen und das hier:

ein frisch mit unserer Hammer-Streifentapete tapezierter Flur. Und ein Mann, der dann im Laufe des Tages auch noch das Esszimmer gestrichen hat. Dafür bin ich auch so dankbar, über meinen Mann, der einfach, wie sein Sohn sagt - alles kann! Und es nicht nur kann, sondern auch unermüdlich tut. So dass unser kleines Häuschen inzwischen ein richtiges kleines Schmuckstück ist. Sorry, ich lese gerade einen Roman, wo sie ständig aus Häusern Schmuckstücke machen. Der eine unglaubliche Energie besitzt und mich dann auch noch in den Dingen, die mir wichtig sind unterstützt, z.B. hat er unsere alte Werkstatt in mein Wollgeschäft verwandelt. Für diese besonderen Menschen in meinem Leben, die es sicher auch nicht immer leicht mit mir haben bin ich zutiefst dankbar und ich hoffe sie merken es ab und zu!

Kommentare:

  1. Ein toller Post - man kann wirklich dankbar sein darüber, wenn man den Lebensweg zusammen mit lieben Menschen gehen darf. Die einen teilhaben lassen, die einem was Gutes tun, ohne das man darum bitten muss. Das ist ein ganz ganz spezielles Gefühl und ich bin froh, dass du darüber geschrieben hast!

    Liebe Grüße nima

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  2. Hey was fällt dir ein mir so früh (es ist 7.04 Uhr) Tränen in die Augen zu zaubern.
    Ich sag nur, du wächst über dich hinaus, immer öfter. Ich drück' dich
    Bine

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  3. Danke für die Komplimente, allerdings ist es leichter solche Dinge zu schreiben, als sie im Alltag zu beherzigen. Ich denke Urlaub spielt da auch eine große Rolle, wenn man sich Zeit nehmen kann für das, was gerade dran ist. Das geht leider nicht immer.
    Susanne

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  4. Als ich euch das erste Mal sah, wußte ich, ihr seid ganz besondere Menschen. Als wir(meine zwei Töchter und ich) das erste Mal in euer "Schmuckstück" traten, war Wohlfühlen angesagt... Ihr seid Alle einfach klasse...

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  5. Hallo Susanne,
    schön Dein Post. Wirklich wahr.
    Herrlich wie Du von dem Miteinander in Eurer Familie berichtest. Ich wünsche mir, dass meine Kinder gern zu mir kommen und mit mir über "fast" alles sprechen, sicher gibt es Dinge, die man als Mama irgendwann nicht hören möchte, grins*.
    Das mit dem Gefühlschaos kenne ich gut. Auch wenn meine Kids noch sehr klein sind, aber meine Große hat ihre KiGa Zeit abgeschlossen und geht bald in die Schule und dies ist für uns beide doch schon der 2te Punkt auf unserem gemeinsamen Weg, der das Loslassen ein weiteres Stück fordert. Susanne, Dir einen schönen Tag und liebe Grüße
    Kathi

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