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Donnerstag, 26. Mai 2011

Eine Frage der Ehre!

Gestern flog Häkelzeug durchs Wohnzimmer! Und auch mit         43 Jahren kann man noch "Menno!" schreien und mit dem Fuß aufstampfen! Das Problem ist - es hilft nicht wirklich. Also wird man dann wieder vernünftig, setzt sich zurück auf die Couch und macht weiter! Schließlich lasse ich mich doch nicht von so einer doofen Häkelnadel unterkriegen! Aber (ein fettes "aber") - ich habe es doch gesagt: "Häkeln" ist nicht meins! Ich musste dann spät in der Nacht noch zwei Reihen an meiner Windsbraut Trinidad stricken, um die Nerven wieder zu beruhigen.                 Stricken ist wie Urlaub. Sanft gleiten die Maschen von einer Nadel auf die andere, die Nadelspitzen sind spitz und finden ihren Weg unter die Fäden fast von alleine. Keine Gewalt, kein Druck ist nötig. Einfach schön! Im Gegensatz dazu Häkeln: mit einer Hand muss ich das anfangs mini-kleine Fadenteil halten und mit der anderen gewaltsam die Nadel in viel zu kleine Maschen zwängen. Warum ist der Kopf einer Häkelnadel so komisch dick und vorne nicht richtig spitz - dauernd rutscht sie ab - ich hasse das! Bockig fühlt sich das an, bockig und zornig werde ich dabei. Und dann muss ich ständig abzählen, damit  ich in den richtigen Maschen der Vorreihe weiterhäkele. Gut, ich gebe zu, manches ist sicher Übungssache. Wahrscheinlich stelle ich mich nur blöd an! Kommentar meines Mannes: "Warum hast Du denn dann die ganze Wolle bestellt, wenn Du es nicht magst?!" Also - ich mache weiter! Irgendwann werden wundervolle Häkelteile entstehen - die ganze Wolle muss ja verarbeitet werden.                             Und Stricken ist mein Liebling! :-)

Kommentare:

  1. Ich komme und helfe dir beim Verarbeiten.
    Danke für die ehrlichen Worte, ich hab'
    sehr gelacht.
    ♥lich Grüße
    Bine

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  2. Ich kann auch helfen...
    manchesmal hilft es eine dickere Nadeln zu benutzen, denn dann werden die Maschen lockerer und es lässt sich leichter einstechen.

    Never give up!
    Angelika

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  3. Ich bin gerade per Zufall über Deinen Blog gestossen und habe diesen Eintrag gelesen.

    Ich mußte grinsen bei Deiner Beschreibung des Strickens und des Häkelns, denn für mich ist es genau anders herum. Bei mir geht die Häkelnadel mühelos durch die Maschen und die Drehung ist so automatisiert, daß ich mir gar nicht mehr bewußt bin, daß ich es tue.

    Doch bei Stricken... grrrr....! Die Theorie kenne ich und eigentlich kann ich auch die Grundlagen, doch mittendrin scheinen sich die Maschen immer zuzuziehen und ich muß fast mit Gewalt arbeiten und neige dann auch dazu mit dem Fuß aufzustampfen ^^

    Alles wahrscheinlich nur eine Frage der Übung, aber natürlich häkle ich da lieber als ein Strickprojekt zu beginnen. Dabei liebe ich Ajourmuster...! Naja... vielleicht einmal im Urlaub, wo das allgemeine Streßlevel sehr niedrig ist.

    LG :)

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